Kohl KG

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Dies ist die offizielle Webseite, die sich mit den Machenschaften der Kohl KG und des Rechtsanwaltes Bernd Krziscik beschäftigt.

 

Es folgt die Beschreibung des Versuchs der Kohl KG im Jahre 2012 in betrügerischer Absicht Geld bei mir einzutreiben.

 

Zusammenfassung:

Für alle, die nicht bis zum Ende lesen wollen:

Bleiben Sie entspannt, wenn Sie Post von der Kohl KG erhalten! Es gibt genau eine Situation, bei der Sie aufpassen und reagieren müssen, ansonsten können Sie das Geschreibsel der Kohl KG genüsslich lesen, sich über die Absurdität der Formulierungen erfreuen und die Briefe zur allgemeinen Unterhaltung im Freundeskreis vorlesen.

 

Vorgeschichte:

Ich war bis 2011 Kunde eines großen deutschen Telefon- und Internetanbieters. Wegen eines Providerwechsels hatte ich fristgerecht gekündigt. Mein alter Provider schickte eine Kündigungsbestätigung mit Nennung des Endtermins und wünschte mir alles Gute. Das fand ich sehr kundenorientiert. Die Zahlungen wurden meinerseits bis Vertragsende geleistet und können per Bankbeleg nachgewiesen werden.

Für mich eine sichere und überaus komfortable Ausgangssituation!

 

1. Runde - der Aufschlag

Etwa 10 Monate nach Ende des Vertrages mit dem Provider erhielt ich einen Brief von der Kohl KG. Sie seinen vom Provider beauftragt worden, eine offene Forderung in Höhe von 220 EUR gegenüber mir geltend zu machen. Auf der Rückseite war dann eine ominöse Aufstellung von Positionen und Beträgen, deren Zusammenrechnung ich mir erspart habe - wozu auch. Die Kohl KG forderte mich dann auf, 330 EUR binnen sehr kurzer Zeit (Datum des Schreibens + 5 Tage) an sie zu überweisen. Wo diese Zahl nun her kam, erschloss sich mir aus der Lektüre des Briefes allerdings nicht.

Der Brief enthielt zahlreiche pseudo-juristische Formulierungen wie z. Bsp. "Ordnungsgemäße Bevollmächtigung wird ausdrücklich versichert." Ordnungsgemäß durch wen? Durch den Chef der Kohl KG? Oder durch den Kioskinhaber gegenüber? Naja!

Weiterhin "Bei weitergehendem Klärungsbedarf wenden Sie sich bitte ausschließlich an uns." Ok, muss ich zwar nicht, aber mache ich gerne. Allerdings habe ich keinen Klärungsbedarf und werde auch nie einen haben!

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Dieses Schreiben stellt den Versuch dar, durch kurze Termine und Möchtegern-Juristendeutsch, den Bürger einzuschüchtern und zur übereilten und unüberlegten Zahlung des geforderten Betrages zu bewegen.

Ein Inkassounternehmen oder ein Rechtsanwalt verwendet üblicherweise die Formulierung "Eine ordnungsgemäße Bevollmächtigung (oder Beauftragung) wird anwaltlich versichert."

Außergerichtlich kann jeder die angebliche Bevollmächtigung anzweifeln und die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht im Original verlangen (§ 174 BGB). Auch von einem Anwalt!

Die Bevollmächtigung ist im Zivilverfahren zwingend schriftlich nachzuweisen, wie § 80 Abs. 1 ZPO dies auch verlangt.

"Bei weitergehendem Klärungsbedarf wenden Sie sich bitte ausschließlich an uns." Wie gesagt, das ist nur eine Bitte. Selbstverständlich hat jeder Bürger das Recht mit jedem anderen oder mit jedem Unternehmen jederzeit zu kommunizieren. Indem man auf diese Bitte reagiert und ihr nachkommt, liefert man der Kohl KG die Argumente um sagen zu können, der Schuldner hat unser Mandat akzeptiert und wir werden ihm deshalb auch unsere Kosten in Rechnung stellen.

 

2. Runde - die Erinnerung

Bereits zwei Wochen später kam der zweite Brief von der Kohl KG. Da ich nicht reagiert habe, sei die Forderung nun 350 EUR. Wiederum mit kurzer Terminsetzung für die Zahlung von 5 Tagen. Die Kohl KG versucht nun weiteren Druck aufzubauen. "Sollten Sie nicht bis zum genannten Termin zahlen, werden wir unserer Auftraggeberin anraten, die weitere Geltendmachung des Zahlungsrückstands durch Beauftragung eines Rechtsanwaltes fortzuführen." Vorsorglich (!) wird dann noch darauf hingewiesen, dass hierdurch weitere Kosten anfallen werden, die man nur vermeiden kann, wenn man rechtzeitig reagiert.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Das grundsätzliche Problem des Deutschen ist, dass er sich gerne jeder Autorität beugt. In frühester Kindheit waren des der Herr Pfarrer, der Herr Lehrer und der Herr Schutzmann, die nur erwähnt werden mussten und schon kuschte das Kind. Diese Figuren weichen mit zunehmendem Alter dem Herrn Doktor, dem Herrn Oberkirchenrat, dem Herrn Bürgermeister, dem Herrn Parteivorsitzenden und dem Herrn Rechtsanwalt! Alles klar? Wie heißt es so schön in der Werbung: "Umparken im Kopf!"

 

3. Runde - die "Autorität" erscheint

14 Tage später kam dann ein Schreiben von einem gewissen Rechtsanwalt Krziscik. Fragen Sie mich nicht, wie man das ausspricht. RA Bernd Krziscik hat seinen Schreibtisch im Leinenborner Weg 15a in 55566 Bad Sobernheim.

Der Brief fordert erneut zur Zahlung des Betrages binnen 5 Tagen auf, andernfalls würden zusätzliche Verzugszinsen fällig. Außerdem würde man der Mandantin empfehlen, gerichtliche Schritte einzuleiten.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Ich war ein wenig enttäuscht. Der Brief hat nur einen geringen Unterhaltungswert.

 

4. Runde - die "Autorität" droht mit dem großen Bruder

Bereits drei Tage nach Verstreichen des geforderten Zahlungstermins kam dann ein weiteres Schreiben des Herrn Rechtsanwalts Bernd Krziscik.

"... in der vorstehenden Angelegenheit haben Sie leider noch nicht vollständig gezahlt. Ankündigungsgemäß werde ich meiner Mandantin anraten, nunmehr die Erhebung der Zahlungsklage gegen Sie zu erwägen. Da nicht auszuschließen ist, dass Sie sich der hieraus ergebenden finanziellen Folgen nicht bewußt sind oder darauf spekulieren, dass meine Mandantin wegen des in Rede stehenden Gegenstandswertes kein Gerichtsverfahren anstreben wird, habe ich Ihnen vorsorglich den hierzu schon gefertigten Entwurf der Klageschrift gegen Sie beigefügt."

N.B.:  Er hat tatsächlich bewußt geschrieben und nicht wie die korrekte Schreibweise ist bewusst!

Es folgt eine vielseitiges Schreiben, das übertitelt war mit "KLAGE [Entwurf]".

Spätestens an dieser Stelle wird auch dem dümmsten Bauern klar, dass dieser Herr Rechtsanwalt Bernd Krziscik weder die deutsche Sprache fehlerfrei zu Papier bringen kann, noch irgend eine Ahnung von Juristerei hat.

Hier einige Kostproben:

  • - der "Klageentwurf" ist auf normalem Briefpapier des Herrn Rechtsanwalts Bernd Krziscik gedruckt. In der Fußzeile steht sogar die Bankverbindung. Glaubt er, dass das angeschriebene Gericht ihm Geld überweisen wird?
  • - Der Streitwert wird angegeben mit 220 EUR aber "der Beklagte soll verurteilt werden 330 EUR zu zahlen"
  • - Es wird die Anberaumung eines Gütetermins beantragt aber: "Einer Güteverhandlung bedarf es nicht" ---- wirr wirr wirr
  • ... eine Klageschrift sieht anders aus!

 

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Das ist nun der Gipfel der Einschüchterung. Diese angebliche Klageschrift, die kein Gericht in Deutschland annehmen würde, strotzt nur so vor erfundenen pseudo-juristischen Begriffen, Verweisen auf Paragraphen und Gesetze und vermeidlich schlauen juristischen Taktiken.

Besonderen Unterhaltungswert liefert die Stelle an der Herr Rechtsanwalt Bernd Krziscik als "Beweis" anführt, dass im Falle des Abstreitens durch den Beklagten er eine beglaubigte Kopie eines von ihm verfassten Dokumentes vorlegen würde. Wir lagen bei uns in der Kanzlei alle unter dem Tisch vor Lachen, als wir das gelesen haben.

Der absolute Höhepunkt in diesem Machwerk pseudo-juristischem Geschreibsels ist aber eindeutig die "Salvatorische Klausel" (!). Der Herr Rechtsanwalts Bernd Krziscik fordert das Gericht darin auf, wenn er einen Fehler gemacht haben sollte, dass dann das Gericht dies doch bitteschön so auslegen sollte, dass er keinen Fehler gemacht habe und dass das Gericht das dann bitte in seinem Sinne korrigieren möge. Das Gelächter unter unserem Tisch muss wohl in der ganzen Stadt zu hören gewesen sein!

Welche Autorität ist großer als ein Rechtsanwalt? Ein Gericht!

Umparken im Kopf!

Wenn ich klagen will, dann klage ich und drohe es nicht dreimal an!

 

5. Runde - die "Autorität" offenbart sich als zahnloser Tiger

 

7 Tage später kam ein weiter Brief des Herrn Rechtsanwalts Bernd Krziscik. Der Unterton ist ein wenig weinerlich und drückt Enttäuschung darüber aus, dass ich sein Spiel nicht mitgespielt hatte. Klar, wo soll er jetzt das Geld herbekommen für seinen dritten Porsche!

" ... Denn es ist mir offensichtlich nicht gelungen, das Bestehen der Zahlungspflicht ausreichend deutlich zu vermitteln. Ich werde daher meiner Mandantin anraten, ihren Zahlungsanspruch möglichst kostengünstig im Wege des gerichtlichen Mahnverfahrens sichern zu lassen, wenn denn nicht bis zum ..."

"Nach Ablauf dieser Frist wird mein Mandat beendet sein. Nach Entscheidung meiner Mandantin wird es dann wieder von der Kohl GmbH & Co. KG fortgeführt.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Man ist versucht zu antworten: "Tut mir ja nun auch leid, dass Sie so erfolglos sind. War nett und amüsant, von Ihnen gelesen zu haben. Ich wünsche Ihnen auch in der Zukunft weiterhin den Erfolg, der Ihnen zusteht."

 

6. Runde - Sie sind wieder da. (Er ist wieder da)

Ca. 4 Wochen später kam  dann ein Brief mit dem vertrauten Logo der Kohl KG - Geschäftsführer Bernd Krziscik.

"... nach dem bisherigen Mahnungsprozess steht noch eine Betrat von 330 EUR." Muss es nicht Mahnprozess heißen? Mahnungsprozess ist wieder so ein erfundenes Wort.

Ihre Mandantin habe angeblich aus Gründen der Aufwandsreduzierung die Forderung an die Kohl KG abgetreten. Glaube ich nicht! Wo ist der Beweis?

Um eine mögliche zukünftige Zwangsvollstreckung zu ermöglichen, habe sich die Kohl KG entschieden, keine Zahlungsklage, sondern ein gerichtliches Mahnverfahren gegen mich einzuleiten.

Auf der Rückseite ist dann die Kopie eines Antrages an das Mahngericht abgedruckt. Forderung: 520 EUR.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Da kommt jetzt ein weiteres Wort ins Spiel und das heißt Zwangsvollstreckung. Ziel ist, dass der deutsche Michel jetzt aber richtig zusammenzucken soll und sofort zur Bank rennt, um das Geld zu überweisen.

Der Inhalt ist ansonsten der bekannte Quatsch. Auch bei einer Klage auf Zahlung (Zahlungsklage) erhält man auf Antrag eine vollstreckbare Ausführung des Urteils, die als Titel für eine Zwangsvollstreckung geeignet ist.

Weshalb der Aufwand mit dem Klageentwurf? Hat man jetzt erst den einfachen Weg mit dem gerichtlichen Mahnverfahren entdeckt? Wie unprofessionell! Oder weiß die Kohl KG von Anfang an, dass sie keine Chance hat, das Geld bei mir per Gerichtsentscheid einzutreiben? Es ist alles nur Bluff, mit dem die Kohl KG ihre Opfer weich kochen will.

 

7. Runde - die 1-Cent-Überweisung

3 Tage später wird auf meinem Konto, von dem aus ich früher die Überweisungen an den Provider vorgenommen habe, ein Betrag von einem Cent von der Kohl KG gutgeschrieben.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Der erstaunte Bürger soll erst einmal googlen, was es mit dieser 1-Cent Überweisung auf sich hat. Er wird sehr schnell fündig. Er wird lesen, dass viele Gläubiger vor einer Kontopfändung erst einmal einen Cent überweisen, um festzustellen, ob es dieses Konto überhaupt noch gibt, bevor sie einen Antrag beim Gericht auf Pfändung stellen.

An anderer Stelle wird er lesen, dass viele Gauner die gleiche Methode verwenden, bevor sie ein Konto leer räumen. Man findet im Netz dann die dringende Empfehlung, den einen Cent sofort zurück zu überweisen, frei nach dem Motto unbekannt verzogen.

Ersteres stimmt, zweites ist absoluter Quatsch. Selbst wenn ein Gauner Geld von einem Konto einzieht, ohne eine Einzugsermächtigung (SEPA Lastschriftmandat) zu haben, kann man das Geld noch Monate später völlig problemlos und ohne Angabe von Gründen durch die Bank zurückholen lassen. Die Banken überprüfen bei Lastschriften aus dem Inland nicht, ob ein gültiges Mandat vorliegt. Entsprechend haben sie bei Reklamationen die Arbeit und das Risiko. Eine solche Gaunerei erfüllt übrigens den Tatbestand des Betruges. Das Erstatten einer Anzeige ist in einem solchen Fall stets angeraten.

Diese eine Cent darf nicht an die Kohl KG zurück überwiesen werden! Die Kohl KG würde hieraus ableiten und dies auch in einem möglichen weiteren Rechtsstreit heranziehen, dass der Gläubiger die Forderung anerkannt hat und dass dieser Cent die erste Rate zur Begleichung der Schuld ist.

 

 

8. Runde - ein weiterer verzweifelter Versuch

10 Tage später - man kann über die Kohl KG sagen was man will, aber die sind wirklich pünktlich. Man kann sich die Termine schon fast auf dem Müllkalender eintragen - kam ein weiters Schreiben der Kohl KG: "Wie bereits mehrfach angekündigt, werden wir jetzt die erforderlichen Anträge zur Pfändung ihres Kontos stellen."

Außerdem sollte ich etwas unterschreiben, dass die eigene Bank von ihrer Schweigepflicht gegenüber der Kohl KG entbindet.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Entspannt bleiben! Die wievielte Ankündigung ist das jetzt? Die Angelegenheit fängt an mich zu langweilen. Zwangsmaßnahmen wie z. Bsp. eine Kontopfändung können erst dann eingeleitet werden, wenn ein vollstreckbarer Titel vorliegt. Hiervon ist die Kohl KG aber noch meilenweit entfernt!

 

9. Runde - der große Bruder erscheint

10 Tage später kam dann in einem gelben Umschlag mit Empfangsbestätigung ein Mahnbescheid des Amtsgerichts Mayen ins Haus. Der Briefträger grinste nur.

 

Erforderliche Maßname: sofort Handeln! Widerspruch einlegen!

 

Bewertung:

Heutzutage ist es keine Schande mehr, ein solches gerichtliches Schreiben zu erhalten. Durch die Möglichkeit des online Mahnverfahrens kann ich jederzeit einen Mahnantrag erstellen, ausdrucken, 35 EUR überweisen und meinen Nachbarn wegen einer angeblich nicht gezahlter Rechungen auf Zahlung von 500 EUR verklagen. Gauner verwenden dieses Verfahren regelmäßig. Das Mahngericht prüft den Sachverhalt nicht, sondern stellt nur zu. Wenn mein Nachbar nicht binnen 4 Wochen Widerspruch dagegen einlegt, erhalte ich vom Mahngericht einen vollstreckbaren Titel über diesen Betrag, mit dem ich dann alles mögliche Zwangsvollstrecken kann - Gehaltspändung, Kontopfändung etc. Lässt der Schuldner die Einspruchsfrist verstreichen und es liegt ein Titel vor, kann er sich zwar immer noch dagegen wehren, aber es wird dann sehr viel komplizierter und man benötigt i.d.R. einen Rechtsanwalt.

Dem Mahnantrag ist binnen 4 Wochen mit dem beigefügten Widerspruchsformular zu widersprechen. Es ist anzukreuzen "Ich widerspreche dem Anspruch insgesamt". Datum oben eintragen, unterschreiben und per Einschreiben mit Rückschein an das Amtsgericht Mayen senden. Die Empfangsbestätigung, die nach einigen Tagen zurück kommt, gut aufbewahren!

 

10. Runde - die Luft ist raus

2 Monate danach kam ein weiteres Schreiben der Kohl KG: "... gegen den von uns beantragten Mahnbescheid haben Sie Widerspruch eingelegt." Weiß ich doch, erzählen Sie mir was neues. "Wir bitten um Darlegung der Gründe bis zum .... " Sehe ich keinen Grund für.

Weiterhin wird mir angedroht, dass falls ich nicht zahle oder reagiere, ein ortsansässiger Anwalt eingeschaltet wird, um das Klageverfahren einzuleiten.

Und außerdem hing da noch so ein Zettel dran, den ich unterschreiben sollte und damit meinen Widerspruch beim Mahngericht Mayen zurückzuziehen.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Wenn man einen Mahnantrag bei einem Mahngericht stellt, dann kann man auf dem Formular ankreuzen, ob man im Falle des Widerspruchs durch den Schuldner automatisch ein Verfahren vor dem zuständigen Amtsgericht einleiten will. Der Gläubiger erhält dann bei einem Widerspruch automatisch eine Zahlungsaufforderung vom Gericht für die Prozesskosten und wird aufgefordert, die Klage zu begründen.

Die Kohl KG hat dieses Kreuz gesetzt. Im Mahnbescheid des Mahngerichtes war ein entsprechender Hinweis vorhanden.

Offenbar hat die Kohl KG dann allerdings auf das Schreiben des Gerichts nicht reagiert. Der Automatismus ist nicht in Gang gebracht worden.

 

11. Runde - Verzweifelung bei der Kohl KG

4 Wochen danach kam dann das nächste Schreiben von der Kohl KG. Wieder die Aufforderung zur Zahlung mit Terminsetzung und wieder ein Vordruck mit dem ich meinen Widerspruch zurücknehmen sollte.

 

Erforderliche Maßname: keine

 

Bewertung:

Offensichtliche Ratlosigkeit bei der Kohl KG.

Was kann man denn bloß tun, um diesem widerspenstigen Menschen doch noch Geld aus der Tasche zu ziehen? Diese ganze Aktion hat doch schon einiges an Geld gekostet. Allein das Mahnverfahren, die vielen Briefe .. und die Mitarbeiter müssen doch auch bezahlt werden .. und der neue Porsche ... *heul*

 

12. Das Ende

Und dann kam nichts mehr. Seit mehr als 2 Jahren gibt es keine Reaktion von der Kohl KG und diesem Herrn Rechtsanwalt mit dem unaussprechlichen Namen.

Ob ich denen mal einen Brief schreibe und sie frage, ob es ihnen gut geht?

 

Weitere Hinweise

1. Wer Schulden bei einem Provider hat, sollte diese auch bezahlen. Selbst wenn sich bereits ein Inkassounternehmen gemeldet hat, kann man immer noch den geschuldeten Betrag plus 10 EUR für Mahngebühren direkt an den Provider überweisen. Im Verwendungszweck der Überweisung sollte man folgendes angeben: "Offene Forderungen aus Vertrag Nr. xxx und Mahngebühren". Das Inkassounternehmen wird seine teilweise überhöhten "Mahngebühren" in der Regel nicht alleine eintreiben.

 

2. Wer zweifelsfrei keine Schulden bei einem Provider hat, kann sich ganz entspannt zurücklehnen und abwarten. Im Falle einer gerichtlichen Mahnung ist sofort zu widersprechen. Im Falle einer Klage vor einem Amtsgericht ist ein Anwalt einzuschalten. Dessen Kosten werden durch die unterlegene Partei getragen.

 

3. Wer im Zweifel ist, sollte die Sachlage in direkter Kommunikation mit seinem Provider zu klären.

 

4. Wer unsicher ist, dem ist zu raten, allen Hinweisen, Ratschlagen etc., die man nach intensivem googeln im Netz findet, mit Skepsis zu begegnen.

Die Blogs und Foren sind voll mit allerlei Gejammer und Geheule über das eigene Unglück und die bösen Leute von der Kohl KG. Neben allerlei absurdem Schwachsinn wie z. Bsp. "ich zahle doch schon GEZ" oder "die haben plötzlich mein Konto leer gepfändet" findet man hier auch die wenig hilfreichen Antworten der allgegenwärtigen Klugscheißer, die dann schreiben "den Cent solltest du sofort an die zurück überweisen".

Reflektorisch schreiben einige Leute auch immer wieder "Ruf doch mal bei denen (gemeint ist die Kohl KG) an und kläre das". Liebe Leute, das ist eine kostenpflichtige Nummer, mit der die Kohl KG Geld verdient!

Gelegentlich hatte ich bei meiner Suche auch den Eindruck, dass die Beiträge in den Foren von Mitarbeiten der Kohl KG geschrieben worden sind. Mit Texten wie "Die haben mir ohne Vorwarnung das Konto gepfändet" oder "da stand plötzlich der Gerichtsvollzieher vor der Tür" soll der Hilfesuchende auch auf diesem Weg weich gekocht werden.

 

Ausblick

Gauner ändern ihre Methoden. Der hier geschilderte Ablauf ist nur eine Momentaufnahme. Die Kohl KG wird ihre Strategie regelmäßig anpassen. Allerdings kann auch die Kohl KG, die rechtlichen Möglichkeiten, die ihr - wie allen anderen Unternehmen und natürlichen Personen - zur Verfügung stehen, nicht erweitern. Sie kann und sie wird aber auf vielfältige Weise mit immer neuen Methoden die Angst und die Verunsicherung der Menschen ausnutzen, um an deren Geld zu kommen.

 

Der deutsche Michel ist im Grunde genommen ein ganz armer Hund. Man muss ihm nur eisern in die Augen schauen und mit harter Stimme befehlen, dann marschiert er bis kurz vor Moskau. Man muss ihm nur einen Titel oder eine Amtsbezeichnung vor die Nase halten, dann bricht sein Widerstand augenblicklich zusammen und er macht das, was man ihm sagt. Man muss nur eine Partei gründen und Ämter im Staat erlangen, dann kann man Straffreiheit für pädophile Untriebe, Zwang zum vegetarischen Kantinenessen und Abschaffung des Inzest Paragraphen in sein Programm schreiben, und viele wählen das auch noch!

Es sind eben Autoritäten!

Solange der deutsche Michel nicht den Aufstieg zum freien Bürger schafft, solange er weiter blind allen vermeintlichen Autoritäten glaubt und ihnen gehorcht, solange werden Kohl KG und andere weiter ihr Unwesen treiben können.


 

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